Kirchenleitung in der Region

Ein Dekan bzw. eine Dekanin ist die geistliche Leitung eines Dekanats. Zu den Kernaufgaben gehört die Personalverantwortung für alle im Dekanat beschäftigten Pfarrer. Darüber hinaus repräsentiert der Dekan die Evangelische Kirche in der Öffentlichkeit und ist Ansprechpartner für die Verantwortlichen in Stadt und der Region.
Schließlich vertritt der Dekan auch das Dekanat gegenüber der Leitung der Landeskirche. Er oder sie ist Kirchenleitung in der Region. Gewählt wird der Dekan vom Kirchenparlament („Synode“) des Dekanat.

Dekan Norbert Feick

Pfarrer Norbert Feick ist seit dem 1. März 2026 Dekan des Evangelischen Dekanats Rheingau-Taunus. 

Norbert Feick sagte in seiner Bewerbunsgrede vor der Dekanatssynode , dass er das „Bild einer positiven und fröhlichen Kirche, die für die Menschen da ist, weiterentwickeln möchte.“ Ferner sei Kirche immer mehr als gesellschaftlicher Akteur zur Wahrung der Demokratie gefragt. Basis kirchlicher Arbeit bleibe aber die Zuwendung zu den Menschen und die Begleitung in den unterschiedlichsten Lebensphasen. 

Kirche der Zukunft müsse gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. „Wir zeigen Gesicht, wenn es um die Verteidigung der Demokratie geht. Wir leben die christlichen Werte und zeigen, was Nächstenliebe bedeutet.“ Feick spricht sich deutlich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit aus. „Wir arbeiten eng mit den diakonischen Partnern, der Ökumene, der Politik und Menschen guten Willens zusammen. Wir setzen uns für ein friedliches Miteinander der Religionen, für den sozialen Ausgleich sowie für Vielfalt und Toleranz in unserer Gesellschaft ein“, macht der amtierende Dekan seine Haltung deutlich. 

„Wir sollten uns als Christinnen und Christen, als Kirche, als „Salz der Erde und als Licht der Welt“ (Matthäusevangelium Kapitel 5, 13-16) verstehen. Wir müssen sichtbar bleiben, lachen, feiern, auf unsere Mitmenschen emphatisch zugehen, solidarisch handeln und mutig neue Wege beschreiten.“

Zur Person Norbert Feick

Pfarrer Norbert Feick wurde 1972 in Lauterbach im Vogelsberg geboren. Er studierte Sozialpädagogik in Tübingen und Theologie in Bethel, Münster und Heidelberg. Sein Vikariat absolvierte er am DWI Institut in Heidelberg und in der Kirchengemeinde in Lampertheim. Von 2005 bis 2006 arbeitete er als Religionslehrer in Lampertheim und Mannheim. Anschließend war er fünf Jahre Gemeindepfarrer in Kirchbrombach. Seit 2011 war Norbert Feick Gemeindepfarrer in Neckarsteinach im Dekanat Odenwald. Seit 2022 war er zudem ehrenamtlicher stellvertretender Dekan im Dekanat Odenwald sowie Vorsitzender der gemeindeübergreifenden Trägerschaft für Kitas (GüT). Norbert Feick ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Stellvertretender Dekan Pfarrer Christian Albers

Christian Albers ist wichtig dass Menschen auch in 10, 20 oder 50 Jahren „die Sehnsucht verspüren, einen Ort für ihren Glauben zu finden.“ Er sehe das Dekanat dabei als „Ermöglichungsstelle, die eine Ermöglichungskultur befördert und neue Räume eröffnet.“ Christian Albers möchte seinen Beitrag leisten, sich „weniger mit uns selbst und mehr mit den Menschen „da draußen“ zu befassen.“ Im Dekanat gäbe es bereits viele Mutmachende Angebote: Etwa das ökumenische Jugendfestival OMG, der Bau eines neuen Gemeindehauses in Bad Camberg, Sommerkirchen oder Shuttle-Services zu Gottesdiensten. In der  Taunussteiner Friedensgemeinde, in der Albers auch weiterhin mit einer halben Stelle arbeiten wird, habe man ein Coffeebike angeschafft, um mehr zu den Menschen zu kommen, um eben „raus zu kommen“.
Albers steht zudem für eine Evangelische Kirche, die „deutlich Stellung bezieht gegen Rassismus und Sexismus und in der kein Platz für Menschenverachtung und Extremismus ist.“ Er wünsche sich eine Kirche „in der Menschen mit unterschiedlichen Glaubensbiografien eine Heimat haben.“ Dabei müsse man auf Gott und den heiligen Geist vertrauen, sonst würde Kirche scheitern. 

Hintergrund: Amt des stellvertretenden Dekans

Der stellvertretende Dekan im Dekanat Rheingau-Taunus hat eine halbe Stelle inne und arbeitet eng mit Dekan Norbert Feick zusammen. Das Dekanat gehört mit seinen knapp 800 km² zu den größten Flächendekanaten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Gemeinsam mit dem Dekan und dem Dekanatssynodalvorstand repräsentiert er die Evangelische Kirche in der Region und in der Öffentlichkeit. 

Zur Person Christian Albers

Christian Albers wurde 1976 in Mainz geboren. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann und arbeitete dann drei Jahre in Mainz bei einer Bausparkasse. Anschließend studierte er Evangelische Theologie in Mainz, Glasgow und in Göttingen. Sein Vikariat absolvierte er in der Stephanusgemeinde in Gießen. Von 2007 bis 2008 verbrachte Albers sein Spezialpraktikum in New York, im Lutheran Office for World Community am Sitz der Vereinten Nationen, mit dem Schwerpunkt Menschenrechtsarbeit. 

Seine erste Pfarrstelle führte Albers von 2008 bis 2011 nach Hachenburg. Nach seiner Elternzeit trat Christian Albers 2015 eine volle Pfarrstelle in Bleidenstadt und Born an. Christian Albers ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

Kontakt

Aarstraße 44
65232 Taunusstein
06128 - 4888-0
dekanat.rheingau-taunus(at)ekhn.de
 

Michaela Auberg

Michaela Auberg

(Dekanatsbüro)
Gudrun Bremser

Gudrun Bremser

(Dekanatsbüro)